Leitfaden zur Lokalisierung medizinischer Texte

Leitfaden zur Lokalisierung medizinischer Texte

Die Lokalisierung medizinischer Texte kann ein schwieriges Terrain sein – überall lauern heikle Fragen: Wie und anhand welcher Kriterien wird ein Lokalisierungspartner ausgewählt? Wie wird die Qualität sichergestellt, wie wird sie bewertet? Wie weiß man, welcher Anbieter tatsächlich über die geeigneten Ressourcen, über relevante Erfahrung und über eine Produktionsstruktur verfügt, die man braucht, um ein komplexes medizinisches Übersetzungsprojekt zu stemmen?

Das CPSL-Team setzt sich bei der Lokalisierung medizinischer Texte seit vielen Jahren mit diesen Fragen auseinander. Hier stellt es fünf entscheidende Tipps vor, die Ihnen bei der erfolgreichen  Zusammenarbeit mit dem Lokalisierungspartner Ihrer Wahl  weiterhelfen.

Lokalisierung medizinischer Texte –  5 entscheidende Tipps

 

1. Referenzen, Referenzen, Referenzen: Wie in den meisten anderen Branchen auch, möchten Sie als Auftraggeber sichergehen, dass Ihr Anbieter tatsächlich das kann, was er auf seiner Website und in seinen Hochglanzbroschüren verspricht. Das ist umso wichtiger, wenn das Endprodukt in einer Sprache vorliegen soll, die Sie  nicht selbst sprechen. Daher lohnt es sich immer, sich darüber zu informieren, für wen der Anbieter bereits gearbeitet hat, welche Arten von Projekten er durchgeführt hat (sind sie mit Ihren Projekten vergleichbar?) und ob der Anbieter immer noch mit diesen Kunden zusammenarbeitet.

 

2. ISO-Zertifizierungen:

Ein seriöser Anbieter medizinischer Lokalisierung muss drei grundlegende ISO-Zertifizierungen vorweisen können. Ist dies nicht der Fall, laufen Sie Gefahr, Übersetzungen in völlig inakzeptabler Qualität zu erhalten, was gerade bei medizinischen Texten lebensgefährlich sein kann. Die drei wichtigsten Zertifizierungen:

  • ISO9001
  • ISO13485
  • ISO17100

*Prüfen Sie auch, ob die Zertifizierungen aktuell sind und wann das letzte Audit stattgefunden hat.

 

3. Workflows und Managementsysteme:

Das mag langweilig klingen, ist aber bei der medizinischen Lokalisierung von zentraler Bedeutung. Verfügt der Anbieter, den sie in Betracht ziehen, über ein Qualitätshandbuch, verbessert er sich kontinuierlich und wird er regelmäßig auditiert?

Bitten Sie um eine Kopie des Qualitätshandbuchs, damit Sie nachvollziehen können, wie Ihr Anbieter Qualität sicherstellt und misst. Wie werden große Textmengen gehandhabt, wie funktioniert die Versionskontrolle, wie wird sichergestellt, dass auch knappe Lieferfristen eingehalten werden?

Stellen Sie produktionsbezogene Fragen, die ins Detail gehen. Aus unserer Perspektive (der Perspektive der Lokalisationsexperten) können wir sagen: Wir arbeiten ausgesprochen gerne mit Kunden zusammen, die gut organisiert sind, die eine ziemlich genaue Vorstellung davon haben, wie sie ihre Projekte managen werden und die den Übersetzungsanbieter als Back Office-Unterstützung sehen, der sich nahtlos in die eigenen Workflows integriert.

4. Werden Translation Memorys (TMs) eingesetzt: – und wenn ja, wie? Ohne diese Technologie geht heute nichts mehr. Der Lokalisierungsanbieter muss Ihnen erklären können, wie die TMs so eingesetzt werden, dass Sie, der Kunde, Nutzen ziehen. Werden diese Tools nicht verwendet, profitieren Sie auch nicht von den Kosteneinsparungen, die diese Technologie realisiert und – schlimmer noch – Qualitätsprobleme sind vorprogrammiert, wenn die genehmigte Terminologie nicht optimal und zukunftsfähig verwaltet wird. Das ist kein theoretisches, sondern ein sehr reales Problem, von dem wir leider allzu oft hören.

 

5. Rechtliche Fragen: Wie viel soll und muss ein Übersetzungsteam über rechtliche Gegebenheiten in Branchen wie Medizingeräte und Pharmazie wissen? Es muss bestimmt nicht alle Vorschriften bis zum letzten Halbsatz kennen, aber es sollte nachweisbar wissen, worauf zu achten ist, , damit es den Workflow des Kunden auch in dieser Hinsicht gezielt unterstützen kann.

Eine seriöse und erfahrene Agentur erstellt Übersetzungs-Toolkits, die jedem Übersetzer, Lektor und Korrekturleser zusammen mit den vorbereiteten Dateien geschickt werden und die Informationen, Referenzen, Weblinks, Referenzmaterial, Style Guides, Vorlagen, Glossare und Anweisungen enthalten.

Bietet Ihre Übersetzungsagentur eine solche strukturierte Vorbereitung?

Die optimale medizinische Lokalisierung – Zusammenfassung

Wenn Sie einen Partner für Ihre Life Sciences-Übersetzungen auswählen, achten Sie vor allem auf Erfahrung, nachweisbare Qualitätsprozesse und Referenzkunden. Wenn der potenzielle Anbieter gut genug für Ihren – in der Branche renommierten – Wettbewerber ist, könnte er auch der geeignete Partner für Sie sein. Wenn Sie mehr über Prozessmanagement wissen wollen und darüber, wie man einen erfolgreichen Workflow konzipiert und umsetzt, sprechen Sie uns an: info-germany@cpsl.com. CPSL ist weltweit einer der erfahrensten Anbieter von Lokalisierungsleistungen in den Bereichen Life Sciences und Medizin. Natürlich erstellen wir Ihnen gerne ein kostenloses und unverbindliches Angebot.

Unser erfahrenes Team steht Ihnen gerne zur Seite.

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